Letzte Woche stellte ich mir eine scheinbar einfache Frage:
Erlaube ich mir eigentlich, die Sonne zu genießen?
Nach Tagen voller Kälte und Regen zeigte sie sich plötzlich wieder – warm, hell, einladend. Ich stellte mir einen Stuhl in das Sonnenstück, setzte mich, schloss die Augen, atmete ein und aus, ließ mich durchwärmen.
Und dann kam dieser Gedanke:
Darf ich das jetzt schon?
Es war schließlich erst Vormittag. Ich hatte doch noch gar nichts „geleistet“. Hatte ich mir diese Pause überhaupt verdient?
Dieser Moment hat mich berührt. Und ehrlich gesagt auch ein wenig erschreckt. Woher kommt diese innere Stimme, die Genuss an Bedingungen knüpft? Die sagt: Erst die Arbeit, dann die Erlaubnis. Erst Leistung, dann Pause.
Ist das wirklich meins?
Mir wurde einmal mehr bewusst, wie sehr wir schon als Kinder auf Leistung getrimmt wurden. Pause als Belohnung. Genuss als Ergebnis von Anstrengung.
Als ich früher noch rauchte, war die Zigarette meine „verdiente“ Pause. Wer kennt sie nicht – die Zigarettenpause. Offiziell eine Unterbrechung. Inoffiziell oft verbunden mit dem Gefühl: Jetzt habe ich mir etwas gegönnt.
Und natürlich haben viele von uns trotzdem weitergedacht, weitergearbeitet – selbst in der Pause. Bloß keine Zeit „verschwenden“ für etwas, das nur uns selbst dient.
Wie tief sitzt dieses Muster?
Heute erinnere ich mich immer wieder bewusst daran, wie wichtig es ist, mir eine Pause zu erlauben. Nicht als Belohnung. Nicht als Luxus. Sondern als Selbstverständlichkeit.
Es geht nicht um mehrere Stunden. Das wäre Urlaub – und Urlaub haben wir gelernt zu akzeptieren. Ferien waren erlaubt. Da „durfte“ man wenig tun, ohne seine Daseinsberechtigung infrage zu stellen.
Nein, es geht um die kleinen Pausen im Alltag.
Fünf Minuten. Ein bewusster Atemzug. Die Sonne im Gesicht. Ein Tee ohne Handy. Ein kurzer Moment des Nicht-Müssens.
Und die vielleicht wichtigste Frage dabei:
Bin ich in dieser Pause wirklich da?
Oder bin ich mit meinen Gedanken schon beim nächsten Termin, bei der nächsten Aufgabe, bei all dem, was noch erledigt werden könnte?
Wie sieht eine Pause bei dir aus?
Nimmst du sie dir?
Erlaubst du sie dir wirklich – oder musst du sie dir erst verdienen?
Ich freue mich auf deine Gedanken dazu.
Und nur so am Rande – ein Tier stellt sich eine derartige Frage mal so gar nicht – es ist im Jetzt, bedingungslos und geniesst – einfach so –
..so und jetzt mache ich 10 Minuten Pause, dann ist der nächste Organetik Termin – eine Fernhanrmonisierung für einen Menschen. Danach bekommt er das Protokoll und wir sprechen ggf. kurz dazu, was sich gezeigt hat. Falls Dich das interessiert , schau im Shop vorbei Organetik Harmonisierungsverfahren Mensch / Tier 3er kleines Kennenlernpaket – Feentier

Schreibe einen Kommentar