Wenn Schreckhaftigkeit eine Botschaft ist – und was ein Pferd manchmal wirklich braucht

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Mir liegt dieses Thema besonders am Herzen, weil ich mir von Herzen wünsche, dass wir Menschen lernen, Tiere mehr aus ihrer eigenen Perspektive heraus zu verstehen.

Allzu oft geschieht es – meist unbewusst –, dass wir Tiere vermenschlichen. Wir übertragen unsere eigenen Denkweisen, unsere Logik oder sogar unsere menschlichen Verhaltensmuster auf sie. Doch Tiere folgen nicht unseren Konzepten. Sie leben aus ihren Instinkten heraus, aus ihrer Wahrnehmung, aus ihrem ganz eigenen Erleben der Welt.

Gerade Pferde als Fluchttiere bringen eine feine, sensible Wahrnehmung mit, die wir manchmal unterschätzen oder missverstehen. Ihr Verhalten ist nicht „übertrieben“ oder „unerklärlich“ – es ist sinnvoll aus ihrer Sicht.

Und genau darum geht es mir: hinzuschauen, zuzuhören und den Tieren ihre Natur zuzugestehen. Ihnen Raum zu geben, so zu sein, wie sie sind – solange natürlich keine Gefahr für sie selbst oder andere besteht.

Denn in diesem gegenseitigen Verstehen entsteht etwas sehr Wertvolles: echtes Vertrauen und ein harmonisches Miteinander.

Schreckhaftigkeit bei Pferden wird oft als Trainingsproblem, Unsicherheit oder sogar als „schwieriges Verhalten“ eingeordnet. Doch was, wenn sich hinter dieser Reaktion eine ganz konkrete, nachvollziehbare Ursache verbirgt?

Im Rahmen meiner Arbeit mit Tierkommunikation durfte ich genau dazu eine berührende Erfahrung machen – mit demselben Pferd, das bereits durch ein anderes Thema aufgefallen war.

Die Besitzerin beschrieb ihr Pferd als sehr schreckhaft. Immer wieder reagierte es plötzlich und heftig auf neue oder ungewohnte Situationen. Für den Menschen oft nicht vorhersehbar – und im Alltag natürlich eine Herausforderung.

In der Tierkommunikation habe ich mich auch hier wieder mit dem Pferd verbunden und gezielt nachgefragt, was hinter diesem Verhalten steckt. Die Antwort war ebenso klar wie einleuchtend.

Das Pferd zeigte, dass es auf dem linken Auge nicht gut sehen kann. Dadurch entsteht für das Tier eine Unsicherheit, insbesondere dann, wenn Reize von dieser Seite kommen oder wenn es keine Möglichkeit hat, sich selbst ein vollständiges Bild zu machen. Hinzu kommt, das wir alle gelernt haben, ein Pferd von links zu führen und zeigen ihm so meist neues auch zuerst von links- da gab es hier jedoch nicht viel zu sehen mit dem Auge…und rechts wo all die neunen, vielleicht schlimmen Dinge auftauchten, war es alleine- kein Mensch dazwischen.

Sein Wunsch war daher ganz konkret und sehr verständlich:

Neue Dinge möchte es zuerst über die rechte, gut sehende Seite wahrnehmen.

Und noch etwas wurde deutlich: Es braucht Zeit. Zeit, um das Gesehene einzuordnen. Zeit, um Sicherheit zu gewinnen. Zeit, um zu verstehen, dass keine Gefahr besteht.

Was für uns Menschen oft nur ein kurzer Moment ist, kann für ein Tier mit eingeschränkter Wahrnehmung entscheidend sein. Wird ihm diese Zeit nicht gegeben, entsteht Stress – und genau dieser zeigt sich dann als Schreckreaktion.

Für mich war diese Kommunikation ein wunderbares Beispiel dafür, wie fein und präzise Tiere ihre Bedürfnisse ausdrücken können, wenn wir bereit sind zuzuhören.

Es geht nicht darum, Verhalten zu „korrigieren“, sondern darum, es zu verstehen.

Die Umsetzung ist dabei oft einfacher, als man denkt:
Neue Situationen bewusst von der gut sehenden Seite aus anbieten. Dem Pferd die Möglichkeit geben, sich in seinem Tempo damit vertraut zu machen. Geduldig bleiben.

Kleine Anpassungen – mit großer Wirkung.

Tierkommunikation kann genau hier eine wertvolle Brücke sein. Sie hilft uns, die Welt ein Stück weit durch die Augen unserer Tiere zu sehen – oder manchmal eben auch durch das, was sie nicht sehen können.

Und genau darin liegt die Chance: mehr Verständnis, mehr Vertrauen und ein harmonischeres Miteinander.

Denn jedes Verhalten hat seinen Grund.

Wir dürfen ihn nur erkennen.

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