Warum nicht die Bewegung des Tensors, sondern deine innere Haltung den Unterschied macht
Ursprünglich geschrieben am 9. September 2024 – überarbeitet im Juli 2026
Am 3. September 2024 setzte ich endlich ein Vorhaben um, das schon lange in mir gereift war:
Ich entwickelte den ersten Kurs, den ich selbst unterrichten wollte.
Einen Tensorkurs.
Der Arbeitstitel war zunächst noch etwas sachlich, ungefähr in Richtung „Radiästhesie mit dem Tensor“.
Doch am 9. September 2024, genau um 12.45 Uhr, wurde mir plötzlich ein anderer Name durchgegeben:
Parsivals Tensorkurs.
Und dieser Name machte sofort etwas mit mir.
Mein geliebter Gefährte in Friesenpferdegestalt heißt Parsival. Sein Name wird sinngemäß als „Vermittler zwischen den Welten“ gedeutet.
In diesem Moment wurde mir bewusst, worum es in diesem ersten Kurs wirklich gehen sollte:
um das Wahrnehmen, Vermitteln und Übersetzen zwischen der grobstofflichen und der feinstofflichen Welt.
Zwischen dem Sichtbaren und dem zunächst Unsichtbaren.
Zwischen dem, was der Verstand bereits einordnen kann, und dem, was sich vielleicht erst als Gefühl, Impuls, Bewegung oder inneres Wissen zeigt.
Willkommen in einer Welt aus Energie und Schwingung
Alles ist in Bewegung.
Körper.
Gedanken.
Emotionen.
Räume.
Beziehungen.
Das, was manche Menschen Matrix, Feld, Akasha oder Informationsraum nennen.
Ein Tensor kann in dieser Arbeit wie ein Übersetzer oder Dolmetscher dienen.
Er macht etwas sichtbar, das wir vielleicht bereits wahrnehmen, aber noch nicht bewusst in Worte fassen können.
Doch heute weiß ich:
Der Tensor ist nicht derjenige, der die Antwort kennt.
Er ist nicht das Orakel.
Er ist nicht die Quelle.
Er ist ein Instrument, das eine feine körperliche oder energetische Reaktion sichtbar machen kann.
Die entscheidende Verbindung entsteht im Menschen, der ihn hält.
Mein erster Irrtum: Eine Seite Skript müsste reichen
Als ich meinen ersten Artikel schrieb, war ich überzeugt, dass ich wahrscheinlich mit einer einzigen Seite Kursunterlagen auskommen würde.
Der Rest sollte einfach er- und gelebte Praxis sein.
Heute kann ich darüber herzlich lachen.
Natürlich bin ich nicht mit einer Seite ausgekommen.
Denn bei der Arbeit mit einem Tensor oder Pendel geht es nicht nur darum, das Instrument in die Hand zu nehmen und seine Bewegungen zu beobachten.
Es geht um viel mehr:
um Wahrnehmung,
um innere Klarheit,
um Neutralität,
um Vertrauen,
um Kohärenz,
um die Qualität der gestellten Frage,
und um die Fähigkeit, eine Antwort zuzulassen, ohne sie bereits vorher mit dem Verstand festzulegen.
Das Instrument ist schnell erklärt.
Die innere Haltung dahinter ist die eigentliche Arbeit.
Ein Tensor kann sich bewegen – und trotzdem nichts sagen
Viele Menschen lernen in einem Tensorkurs zunächst:
Wie sieht mein Ja aus?
Wie sieht mein Nein aus?
In welche Richtung bewegt sich der Tensor beim Harmonisieren?
Wie halte ich ihn?
Wie lang sollte die Rute eingestellt sein?
Diese Grundlagen sind hilfreich.
Doch sie reichen nicht.
Ein Tensor kann sich bewegen, weil die Hand unruhig ist.
Weil eine bestimmte Antwort erwartet wird.
Weil Angst besteht, etwas falsch zu machen.
Weil die Frage nicht eindeutig war.
Weil der Mensch innerlich bereits entschieden hat, welches Ergebnis erscheinen soll.
Oder weil er so sehr versucht, gar nichts zu beeinflussen, dass er vollständig angespannt ist.
Dann bewegt sich zwar etwas.
Doch die entscheidende Frage bleibt:
Aus welchem Zustand heraus ist diese Bewegung entstanden?
Die Haltung ist wichtiger als das Werkzeug
Im Dezember 2025 durfte ich an einem Samstag einen Kurs für Menschen geben, die bereits mehrere Tensorkurse besucht hatten.
Sie kannten die Grundbewegungen.
Sie wussten theoretisch, wie ein Ja oder Nein aussehen konnte.
Und trotzdem fühlten sie sich noch immer unsicher.
Diese Erfahrung hat mir noch einmal sehr deutlich gezeigt:
Es geht nicht in erster Linie darum, die Bewegung des Tensors korrekt abzulesen.
Es geht darum, ob der Mensch sich in einem Zustand befindet, in dem eine klare Wahrnehmung überhaupt möglich ist.
Bin ich innerlich ruhig?
Bin ich mit mir verbunden?
Kann ich eine Antwort empfangen, ohne sie kontrollieren zu wollen?
Vertraue ich meiner Wahrnehmung?
Kann ich ein Ergebnis stehen lassen, auch wenn es nicht zu meiner Erwartung passt?
Bin ich bereit, meine Frage neu zu formulieren, wenn keine klare Antwort kommt?
Und kann ich anerkennen, dass manchmal noch keine Antwort angezeigt ist?
Das sind keine technischen Fragen.
Es sind Fragen der inneren Haltung.
Kohärenz: Wenn das innere System zusammenarbeitet
Für mich hat diese Arbeit sehr viel mit Kohärenz zu tun.
Mit einem Zustand, in dem Gedanken, Gefühle, Körper und Ausrichtung nicht gegeneinander arbeiten.
Wenn mein Verstand eine Antwort unbedingt erzwingen möchte, mein Körper jedoch angespannt ist und mein Gefühl etwas völlig anderes wahrnimmt, entsteht keine klare innere Linie.
Wenn ich mich dagegen sammle, ruhig werde und offen bleibe, kann etwas anderes geschehen.
Dann wird der Tensor nicht mehr hektisch befragt.
Er wird Teil eines Dialogs.
Der Verstand darf dabei durchaus anwesend sein.
Er darf die Fragen präzisieren.
Er darf die Ergebnisse notieren.
Er darf prüfen und vergleichen.
Aber er sollte nicht bereits vorher entscheiden, was richtig sein darf.
Wie ich bereits im ursprünglichen Skript schrieb:
Wenn der Verstand mag, darf er die Ergebnisse notieren. Er muss jedoch nicht alles kontrollieren.
Der Tensor als neuer Dolmetscher
Im ersten Kurs wollte ich den Menschen und ihren neuen „Dolmetscher“ miteinander bekannt machen.
Diese Formulierung gefällt mir bis heute.
Wir treffen Absprachen.
Wir klären die Zeichen.
Wir unternehmen erste Probefahrten.
Ich hatte mich damals bewusst gegen das Wort „Anreiten“ entschieden. Schließlich arbeiten nicht nur Pferdemenschen mit einem Tensor. Und Probefahrten kennen wir fast alle.
Doch heute weiß ich:
Bevor wir losfahren, dürfen wir lernen, wer eigentlich am Steuer sitzt.
Ist es der verunsicherte Verstand?
Die Erwartung?
Der Wunsch nach einer bestimmten Antwort?
Oder ein ruhiger, klarer Mensch, der bereit ist, wahrzunehmen?
Das Mindset ist die Farbe auf dem Pinsel
Aus diesen Erfahrungen ist später mein Mindset-Programm BRUTUS entstanden.
Für mich bildet die innere Haltung die Grundlage sowohl der Tierkommunikation als auch der energetischen Arbeit.
Ohne diese Grundlage kann man zwar Techniken lernen und Werkzeuge in der Hand halten.
Doch das Ergebnis bleibt oft blass oder unsicher.
Ich vergleiche es gern mit einem Pinsel.
Du kannst den schönsten und hochwertigsten Pinsel besitzen.
Doch wenn du nur Wasser und keinen Farbkasten hast, wird auf dem Papier kein Bild entstehen.
Der Tensor ist der Pinsel.
Die Technik zeigt dir, wie du ihn halten und führen kannst.
Doch deine Präsenz, dein Vertrauen, deine Klarheit und deine Kohärenz sind die Farben.
Erst dadurch entsteht ein Bild.
Nicht blind vertrauen – sondern bewusst prüfen
Mit einem Tensor zu arbeiten bedeutet für mich nicht, jede Bewegung ungeprüft als absolute Wahrheit zu übernehmen.
Im Gegenteil.
Eine verantwortungsvolle Arbeit beinhaltet auch:
Fragen möglichst klar zu formulieren,
Ergebnisse zu überprüfen,
Widersprüche wahrzunehmen,
gegebenenfalls erneut zu testen,
eigene Wünsche und Erwartungen zu erkennen,
und praktische oder fachliche Informationen einzubeziehen.
Der Tensor ersetzt keine medizinische Diagnose, keine tierärztliche Untersuchung und keine fachliche Entscheidung.
Er kann Hinweise geben.
Er kann Fragestellungen erweitern.
Er kann dabei helfen, energetische Zusammenhänge wahrzunehmen oder eine individuelle Auswahl zu treffen.
Doch auch ein fein arbeitender Mensch bleibt verantwortlich dafür, die Ergebnisse angemessen einzuordnen.
Jeder Mensch nimmt anders wahr
Heute unterrichte ich nicht mehr mit der Vorstellung, dass alle Menschen am Ende exakt gleich testen sollen.
Jeder Mensch besitzt seine eigene Art der Wahrnehmung.
Manche fühlen sehr deutlich im Körper.
Andere sehen Bilder.
Manche nehmen innere Worte wahr.
Andere erleben einfach eine klare Bewegung des Instruments.
Es geht nicht darum, eine fremde Wahrnehmung zu kopieren.
Es geht darum, die eigene Sprache zu lernen.
Der Tensor kann dabei ein wunderbarer Begleiter sein.
Er kann helfen, die eigene Wahrnehmung sichtbarer zu machen und Vertrauen aufzubauen.
Doch langfristig führt der Weg immer wieder zurück zu dir selbst.
Kleine Gruppen schaffen Tiefe
Meine Seminare finden bewusst in kleinen Gruppen statt.
Die Teilnehmerzahl ist auf maximal neun Menschen begrenzt.
So kann jeder gesehen und gehört werden.
Jede Frage bekommt Raum.
Jeder kann üben, Rückmeldungen erhalten und seine eigene Form der Wahrnehmung entwickeln.
In einer kleinen Gruppe entsteht eine besondere Qualität.
Menschen dürfen sich ausprobieren, ohne sich vor einer großen Menge beweisen zu müssen.
Sie erleben, dass Unsicherheit kein Fehler ist.
Sie lernen, dass klare Wahrnehmung nicht durch Druck entsteht.
Und sie erkennen, wie unterschiedlich sich ein feiner Impuls bei verschiedenen Menschen zeigen kann.
Gerade diese Vielfalt macht das gemeinsame Arbeiten so wertvoll.
Wie es weitergeht
Sollten genügend Anfragen eingehen, wird möglicherweise im Oktober oder November 2026 noch ein eigenständiger Tensorkurs stattfinden.
Darüber hinaus ist die Arbeit mit dem Tensor Bestandteil des nächsten Ausbildungs- und Entwicklungsprogramms, das voraussichtlich Mitte oder Ende Januar 2027 beginnt.
Wie bereits in diesem Jahr wird es unterschiedliche Laufzeiten geben, sodass eine Begleitung über drei, sechs, neun oder zwölf Monate möglich sein wird.
Die Gruppe bleibt bewusst klein.
Denn diese Arbeit braucht keinen großen Raum voller Menschen.
Sie braucht einen geschützten Raum, in dem jeder Einzelne lernen darf, sich selbst zu vertrauen.
Vermitteln zwischen den Welten
Als mir der Name „Parsivals Tensorkurs“ 2024 durchgegeben wurde, ahnte ich noch nicht, wie viel sich aus diesem ersten Kurs entwickeln würde.
Heute verstehe ich den Namen noch tiefer.
Der Tensor vermittelt nicht einfach nur zwischen Ja und Nein.
Er kann zu einer Brücke werden:
zwischen Körper und Bewusstsein,
zwischen Verstand und Intuition,
zwischen sichtbarer Materie und feiner Wahrnehmung,
zwischen Wissen und innerem Vertrauen.
Vielleicht ist genau das Parsivals Aufgabe in meinem Leben.
Und vielleicht ist es auch die Aufgabe dieses Kurses:
Menschen daran zu erinnern, dass sie mehr wahrnehmen können, als sie bisher für möglich gehalten haben.
Sei herzlich willkommen in unserer Welt.
In einer Welt aus Energie und Schwingung.
Mit einer Prise Magie.
Einer großen Portion Bodenhaftung.
Und einer Riesenportion bedingungsloser Liebe.
Mit Liebe
Anke

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